UDD Phase 9 - Usability Test

Veröffentlicht von Jens am 28. Juni 2008

Die abschliessende Phase einer UDD-Iteration stellt der Usability Test dar. Dabei testet der Entwickler die neu implementierte Funktion. Dabei ist es Hilfreich die Beschreibung der Funktionalität auf der Storycard als Aufgabe zu betrachten, die erfüllt werden muss.

Sollten hierbei trotz der ausgiebigen Test Fehler gefunden werden, ist umgehend das vorhergegangene Deployment rückgängig zu machen, und die Iteration mit dem Ziel der Fehlerbehebung neu zu durchlaufen. Im Normalfall sollte die Funktionalität gewährleistet sein.

Es wird jedoch oft der Fall eintreten, dass Ideen für die Verbesserung der gerade entwickelten Funktionalität oder einer anderen Funktion des Systems entstehen. Diese werden in Form von Storycards notiert und müssen von der Geschäftsseite beim nächsten Planungsspiel priorisiert werden.

Eine UDD Iteration 3

Veröffentlicht von Jens am 08. Mai 2008

Eine Usability Driven Development Iteration besteht aus folgenden Phasen:

 

Agile Methoden und Usability 1

Veröffentlicht von Jens am 28. April 2008

Softwareentwicklung muss, um mit den Anforderungen des Marktes Schritt zu halten, mit zunehmender Geschwindigkeit erfolgen. Der Funktionsumfang selbst einfacher Anwendungen wird immer größer, die Anwendungsentwicklung somit komplexer. Zusätzlich ändern sich auch Kundenanforderungen schneller. Methoden der agilen Softwareentwicklung sind ein viel versprechender Ansatz diesen Herausforderungen zu begegnen.

Bedienbarkeit und Benutzerfreundlichkeit ist ein Qualitätsmerkmal guter Software. In Zeiten des Internets, in der die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist, wird Usability immer mehr zu einem entscheidenden Faktor für den Markterfolg. Agile Methoden betrachten Usability nicht in dem Maße, wie es klassische Usability zentrierte Verfahren tun.

Die logische Konsequenz wäre ein Vorgehensmodell das anwenderzentrierte Softwareentwicklung mit Methoden der agilen Softwareentwicklung verknüpft.

User Centered Design 1

Veröffentlicht von Jens am 21. April 2008

User Centered Design (UCD) ist ein internationaler Standard für die benutzerorientierte Gestaltung interaktiver Systeme. Der Standard ist in der DIN EN ISO 13407 festgehalten. Darin wird ein fachübergreifender, iterativer Entwicklungsprozess beschrieben. Allerdings sind die Methoden nicht genau spezifiziert. Der Iterationszyklus endet, wenn die entwickelten Lösungen den Anforderungen entsprechen.

Hier sind die vier wesentlichen Teilaufgaben des Isoprozesses beschrieben:

User Centered Design nach DIN EN ISO 13407

  1. Nutzungskontext verstehen: Bei dieser Aktivität wird eine Dokumentation erstellt, die beschreibt welche Benutzer, welche Use Cases in welcher Umgebung durchführen sollen.
  2. Spezifikation der Anforderungen: In dieser Phase werden die Anwendungsfälle und Benutzerziele, die erreicht werden müssen damit das System erfolgreich in den Produktivbetrieb gehen kann, identifiziert und beschrieben.
  3. Erstellen von Lösungen: In der Phase “Erstellen von Lösungen” werden die zuvor spezifizierten Anforderungen implementiert.
  4. Evaluierung der Lösungen: Der wichtigste Schritt des User Centered Design ist die Evaluation der Lösungen, im Idealfall durch einen Usability Test mit zukünftigen Benutzern der Anwendung. Dabei wird die Erfüllung der festgelegten Anforderungen bewertet. Festgestellte Abweichungen sind Basis für die nächste Iteration des Entwicklungsprozesses.

Der genaue Wortlaut der Norm kann bei in der DIN EN ISO 13407 nachgeschlagen werden. Eine ausführliche Beschreibung von User Centered Design findet sich in User-Centered Design. Im Practitioner’s Handbook for User Interface Design werden zahlreiche praktische Beispiele für User Centered Design beschrieben.

Usability Test 1

Veröffentlicht von Jens am 10. April 2008

Ein Usability Test soll die Usability einer Software oder Hardware evaluieren. Dabei werden Versuchspersonen typische Aufgaben an dem zu testenden Produkt gestellt und beobachtet welche Schwierigkeiten auftreten. Die Testperson wird angehalten die Methode des lauten Denkens anzuwenden.

Zur Auswertung der Daten können in einem Usability Labor Tastatur und Maus Aktionen aufgezeichnet, sowie der Bildschirminhalt aufgenommen werden. Weitere Hilfen bei der Auswertung bieten Filmaufnahmen der Testperson und physiologische Werte, die Aussagen über den Streßlevel geben (Puls, Blutdruck oder Herzrhythmus). Um die genaue Orientierung innerhalb einer Bildschirmanwendung aufzuzeichnen, können Eye-Tracking-Systeme eingesetzt werden.

Usability Tests können in jeder Phase der Entwicklung durchgeführt werden. Papierprototypen, Modelle (bei Hardware) und Prototypen eignen sich dazu, bereits in der Anfangsphase der Entwicklung mögliche Fehler zu erkennen und zu beseitigen. In Usability Engineering werden alle Aspekte eines Usability Tests beschrieben. 

Neben Usability Tests mit Benutzern besteht die Möglichkeit von Experten Reviews. Der Hauptunterschied zwischen diesen Verfahren liegt in den beteiligten Akteuren. Für die Durchführung von Experten-Reviews gibt es nach Ben Shneiderman folgende Methoden:

  • heuristischen Evaluation
  • Styleguidereviews
  • Konsistenzinspektion
  • kognitiver Durchgang 
  • formalen Usability Inspektion

Der Hauptvorteil eines Experten Reviews ist, dass erfahrene Tester viele nicht offensichtliche Einschränkungen erkennen können.

Usability nach DIN EN ISO 9241

Veröffentlicht von Jens am 07. April 2008

In DIN EN ISO 9241 werden folgende Kriterien für die Usability eines Dialogsystems zusammengefasst:

  • Aufgabenangemessenheit: Ein Dialog ist Aufgaben angemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit: Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Benutzer auf Anfrage erklärt wird.
  • Steuerbarkeit: Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten, sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.
  • Erwartungskonformität: Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z. B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.
  • Fehlertoleranz: Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann. 
  • Individualisierbarkeit: Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe, sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt. 
  • Lernförderlichkeit: Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet. 

Was ist eigentlich Usability? 1

Veröffentlicht von Jens am 04. April 2008

Der englische Begriff Usability hat im Deutschen im wesentlichen zwei Übersetzungen. Zum einen Gebrauchstauglichkeit, die die Eignung eine Produktes in einem bestimmten Nutzungskontext bezeichnet. Und zum anderen Benutzerfreundlichkeit, welche die von einem Nutzer erlebte Nutzungsqualität eines Systems aufzeigt. Benutzerfreundlichkeit ist eng mit der Ergonomie verwandt.

Wegen den eher unklaren deutschen Übersetzungen ist es angebracht auch im deutschen den Begriff Usability zu verwenden.